Google Stadia: Welche Geräte sind kompatibel?

Da die Rechenarbeit im Cloud Gaming nicht bei dir zuhause stattfindet, brauchst du keine eigene Hardware mehr für diese Aufgabe. Aber welche Geräte sind bei Google Stadia für Empfang und Wiedergabe geeignet – und wie läuft der Vorgang eigentlich ab?

Dies und mehr klären wir in den nächsten Zeilen.

Google sagt: Alles ist möglich – aber stimmt das auch?

Laut Google sollen alle erdenklichen Geräte für Gaming mit Stadia geeignet sein. Wichtig ist nur, dass Chrome vorhanden ist, da der Google-Browser das Tor zur Spielewolke sein soll.

Kompatibel sind also:

Aber je nachdem, mit welchem Setup du spielst, sind verschiedene (zusätzliche) Geräte nötig. Das betrifft sowohl den Empfang als auch das Display und die Eingabemethode.

Aber der Reihe nach.

Google Stadia auf PC oder Laptop: Die einfachste Variante

Mit einem PC oder Laptop dürfte die Sache extrem unkompliziert sein:

  • Chrome ist vorhanden.
  • Die Verbindung zum Router findet im Idealfall per Kabel statt, was eine ideale Ausnutzung der Bandbreite bedeutet.
  • Ein Monitor ist ebenfalls schon vorhanden, genau wie Maus und Tastatur oder ein Gamepad.

Mit PC oder Laptop startest du Stadia praktisch wie ein Browsergame, einfacher geht es kaum. Und das gilt nicht nur für Windows-Nutzer. Denn Chrome existiert auch für Mac und Linux; rein technisch gibt es hier also keine Probleme. Ob Google dies aus strategischen Gründen verhindert, speziell beim Erzrivalen Apple, steht auf einem anderen Blatt.

Mobile Gaming 4.0: Google Stadia auf Tablet oder Smartphone

Vorweg eine schlechte Nachricht. Dazu ein Zitat aus den offiziellen Stadia-FAQ:

Auf welchen Mobilgeräten (Tablets und Smartphones) wird Stadia bei der Markteinführung unterstützt?
Zur Markteinführung unterstützen wir Pixel 3 und Pixel 3a (3a, 3a XL, 3, 3 XL). Tablets mit Chrome OS und weitere Geräte werden in Zukunft hinzukommen. Sie können jedoch auf jedem Gerät mit Android M+ oder iOS 11+, auf dem die Stadia App läuft, Spiele kaufen und Ihre Inhalte verwalten.

Anfangs sind nur die Google-Phones der dritten Generation wie das Pixel 3 und Pixel 3a kompatibel. Googles Marktstrategie ist nicht schwer zu deuten: Stadia-Fans sollen zum Kauf eines Google-Phones angeregt werden, das mobile Cloud Gaming soll als Lockvogel dienen.

Erst auf lange Sicht soll jedes 08/15-Handy in der Lage sein, Stadia zu streamen. Das ist grundsätzlich sehr gut. Aber im Detail gibt es leider mehrere Probleme:

  • Das Zocken auf einem 5 oder 6 Zoll großen Display wird nicht allen Nutzern Spaß machen. Bei einem Tablet mit 10 Zoll könnte das schon anders aussehen, doch das ist Geschmackssache.
  • Die Eingabe per Finger-Touch dürfte bei vielen Spielen ziemlich kontraproduktiv sein.

Zumindest der letzte Punkt lässt sich einfach lösen, indem du einen Controller verbindest. Dafür ist nicht nur der Stadia Controller geeignet, sondern auch beliebige andere Gamepads (Xbox One Controller / PS4 DualShock 4)

Falls also gerade kein größeres Display zur Verfügung steht, kannst du Stadia einfach auf dem Smartphone / Tablet laufen lassen und das Spiel mit Controller steuern. Ideal ist das aufgrund der Display-Größe wohl nicht, allerdings gibt es hunderte Millionen Mobile Gamer, die das Gegenteil beweisen.

Google Stadia auf dem TV: Die 1A-Lösung für Konsolenspieler

Konsolenspieler aller Fraktionen lieben ihre Plattform aus guten Gründen: Gemütlich auf der Couch liegen und auf dem hochglänzenden 4K-Fernseher zocken, dagegen gibt es nicht wirklich viel einzuwenden.

Mit Stadia ist dieser Modus ebenso möglich. Allerdings sind TV-Geräte nicht von alleine mit Stadia kompatibel. Die Lösung wird ebenfalls in den Stadia-FAQ klar beschrieben:

Muss ich den Stadia-Controller verwenden?
Nein, Sie können viele gängige HID-konforme Controller verwenden, wenn Sie über ein USB-Kabel auf Chrome oder Mobilgeräten spielen. Wenn Sie auf Ihrem Fernseher spielen möchten, müssen Sie allerdings den Stadia-Controller und Google Chromecast Ultra verwenden.

Dies scheint – mangels anderer Angaben – auch langfristig der Fall zu sein. Wer also gerne im Konsolenmodus zockt, der kommt nicht ganz an weiteren Hardware-Käufen vorbei. Für Couch-TV-Spieler macht die Founder’s Edition, die aktuell vorbestellt werden kann, daher besonders viel Sinn. Chromecast Ultra und Stadia Controller sind dort nämlich enthalten.

Alle Informationen dazu findest du in ⇨ diesem Artikel. Die Unterschiede zwischen Stadia Pro und Base spielen für dieses Thema übrigens keine Rolle. Interessant ist der Vergleich trotzdem, da er deine laufenden Kosten beeinflusst. Alle Informationen und Hinweise zu den beiden Abos ⇨ gibt es hier.

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