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Was ist Google Stadia? Wir erklären alles, was du wissen musst!

Mit Stadia will Google das Cloud-Gaming ohne eigene Hardware salonfähig machen. Stadia ist zwar inzwischen nicht mehr der einzige Vertreter dieser Gattung, doch da das Cloud-Gaming noch in den Kinderschuhen steckt, gibt es Erklärungsbedarf.

Auf todayweplay.de sind bereits verschiedene Beiträge zu den Aspekten von Google Stadia erschienen. Im Folgenden fassen wir das Grundprinzip und die wichtigsten Infos übersichtlich zusammen.

Was ist Google Stadia?

Google Stadia ist ein Cloud-Gaming-Dienst. Das Prinzip dahinter liegt nahe:

  • Du brauchst keine eigene Hardware mehr. Denn die gesamte Leistung zum Spielen wird über Googles eigene Rechenzentren bereitgestellt.
  • Sowohl eigene Gaming-PCs als auch Konsolen auf Seiten des Spielers sind damit nicht nötig.
  • Auch der Download von Spielen entfällt vollständig. Wenn dich ein Spiel interessiert, kannst du direkt loslegen.
  • Aber: Damit die Rechenleistung bei dir zuhause ankommt, brauchst du eine schnelle und zuverlässige Internetleitung. Dies ist der große kritische Faktor und die einzige Hardware-Voraussetzung auf deiner Seite.
  • Außerdem brauchst du natürlich einen Bildschirm, auf dem du das Spiel siehst, und ein Eingabegerät. Hierbei hast du aber mehrere Optionen.

Alleine aufgrund der benötigten Internetleitung wird Stadia also nicht für jeden (potenziellen) Spieler auf der Welt verfügbar sein. In Deutschland dürfte die Abdeckung hinreichend sein, denn:

  • Bei der Bandbreite wird ein Minimum von 10 Mbit/s angegeben. Hiermit ist 720p-Auflösung möglich.
  • Für 1080p werden 25 Mbit/s vorausgesetzt.
  • Wollt ihr in 4K-Auflösung spielen, sind mindestens 35 Mbit/s gefragt.

Selbst die 4K-Anforderungen sind heutzutage in vielen Haushalten mühelos erfüllt, da schon ein DSL-50-Anschluss dafür ausreicht. In allen Fällen werden 60 Bilder pro Sekunde angepeilt.

Kosten, Qualität, Features: So nutzt du Stadia in der Praxis

Abgesehen von den technischen Basics ist der Blick auf das Geschäftsmodell von Stadia interessant:

  • Kosten: Grundsätzlich ist die Basis-Nutzung von Stadia kostenlos, allerdings müsst ihr die Spiele separat kaufen. Ihr könnt euch also nicht einfach aus eurer Bibliothek bei Steam, Epic Games etc. bedienen. Die Spiele, die ihr für Stadia gekauft habt, könnt ihr dann unbegrenzt dort spielen.
  • Qualität: Dabei bekommt ihr jedoch nur 720p-Auflösung. Um höhere Auflösungen (bis zu 4K) zu erhalten, braucht ihr ein Pro-Abo.
  • Stadia Pro: Das Pro-Abo kostet 9,99 Euro monatlich.
  • Pro-Features: Neben der bestmöglichen Auflösung (abhängig von eurer Bandbreite) können Pro-Abonnenten jeden Monat einige Gratis-Titel abgreifen. Diese können gespielt werden, so lange das Pro-Abo aktiv ist.
  • Plattformen / Geräte: Stadia läuft auf allen Endgeräten. PC-Spieler können den Dienst einfach im Browser starten, wer am TV-Gerät spielen möchte, benötigt Zusatz-Hardware wie einen Stadia Controller und Chromecast Ultra. Auch auf Mobilgeräten ist das Spielen möglich, da der Stadia Controller als Schnittstelle dient.

Dieses Modell ist seit dem Launch von Stadia Ende 2019 unverändert. Seitdem ist die Entwicklung allerdings nicht nur positiv verlaufen.

Wie sieht es mit Google Stadia 2022 aus?

Der Start wurde maßgeblich mit dem Release von Cyberpunk 2077 und Sonderangeboten für Stadia und Controller vorangetrieben. Mit diesen Mitteln konnte Stadia zur Weihnachtszeit 2019 einigermaßen für Aufsehen sorgen. Inzwischen ist jedoch ein wenig Nüchternheit eingekehrt:

  • Viele attraktive Spiele-Releases erscheinen nicht für Stadia.
  • Auch das Geschäftsmodell kommt bestenfalls gemischt an, was nicht zuletzt an der Konkurrenz liegt.
  • So erlaubt GeForce Now den vollen Zugriff auf eigene Spielebibliotheken. In der GeForce-Cloud sind somit keine neuen Käufe nötig.
  • Noch attraktiver ist das Cloud-Gaming von Microsoft, das Teil des sehr beliebten Game Pass Ultimate ist. Für 12,99 € monatlich ist eine Flatrate enthalten (mit wirklich vielen Top-Titeln) und viele dieser Spiele können einfach per Cloud gespielt werden.

Verglichen damit sieht das Stadia-Angebot nicht unbedingt überragend aus. Ein Ende des Diensts ist dennoch nicht in Sicht, zumindest gibt es keine offiziellen Infos dazu. Dass Google mittlerweile das hauseigene Entwicklungsstudio für Stadia eingestellt hat, ist jedoch ebenfalls kein gutes Zeichen.

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