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Was ist Google Stadia? Wir erklären alles, was du wissen musst!

Mit Stadia will Google nichts Geringeres als eine Revolution der gesamten Gaming-Welt. Doch da eine Technologie wie Stadia bislang nicht existierte, gibt es viel Erklärungsbedarf.

Auf todayweplay.de sind bereits verschiedene Beiträge zu den Aspekten von Google Stadia erschienen. Im Folgenden fassen wir das Grundprinzip und die wichtigsten Infos übersichtlich zusammen, passende Links gibt es als Ergänzung dazu, falls du noch tiefer eintauchen willst.

Was ist Google Stadia? Eine Erklärung so einfach wie möglich

Google Stadia ist ein Cloud-Gaming-Dienst. Cloud Gaming an sich ist nicht neu; auf dem Niveau, das Google mit Stadia plant, allerdings schon.

  • Du brauchst keine eigene Hardware mehr. Denn die gesamte Leistung zum Spielen wird über Googles eigene Rechenzentren bereitgestellt.
  • Sowohl Gaming-PCs als auch Konsolen sind damit theoretisch überflüssig.
  • Der Download von Spielen entfällt vollständig. Wenn dich ein Spiel interessiert, kannst du direkt loslegen.
  • Aber: Damit die Rechenleistung bei dir zuhause ankommt, brauchst du eine schnelle und zuverlässige Internetleitung. Dies ist der große kritische Faktor und die einzige Hardware-Voraussetzung auf deiner Seite.
  • Außerdem brauchst du natürlich einen Bildschirm, auf dem du das Spiel siehst, und ein Eingabegerät. Hierbei hast du aber größtenteils freie Wahl, zumindest theoretisch.

Alleine aufgrund der benötigten Internetleitung wird Stadia also nicht für jeden (potenziellen) Spieler auf der Welt verfügbar sein. Das liegt auch daran, dass der Dienst zunächst nur in 14 Ländern startet, in denen die nötige Infrastruktur vorhanden ist:

  • Nordamerika: USA, Kanada
  • Europa: Deutschland, Vereinigtes Königreich, Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande, Belgien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland

Die westlichen Industrieländer dürfen also gemeinsam antreten, um die neue Cloud-Gaming-Ära zu begründen. Falls Stadia die Erwartungen erfüllt, werden mit der Zeit weitere Länder hinzukommen, abhängig von Google-Rechenzentren in der Region.

Das müssen Stadia-Interessenten wissen

Falls das Grundprinzip von Cloud Gaming auf Stadia-Niveau interessant für dich klingt, geht es jetzt an die Details im Schnelldurchlauf:

  • Release-Datum: Stadia erscheint im November 2019 (exakter Termin noch offen).
  • Wer darf spielen? Anfangs wird der Zugriff nur für Besitzer der Founder’s Edition möglich sein. Diese steht inzwischen schon zur Vorbestellung bereit, sie kostet 129 € und enthält alles, was du zum Start brauchst, wie ⇨ hier ausführlich erklärt.
  • Spiele-Auswahl: Enthalten in der Founder’s Edition ist Destiny 2. Dazu gibt es eine wachsende Spiele-Liste, die du dir ⇨ hier vollständig ansehen kannst.
  • Wichtig: Die Spiele dieser Liste sind nicht in deinem Stadia-Account inklusive, sondern müssen gekauft werden. Es handelt sich bei Stadia nicht um eine Gaming-Flatrate, weitere Ausgaben sind nötig.
  • Abo-Modelle: Zum Start im November gibt es vorerst nur das kostenpflichtige Pro-Abo für 9,99 € monatlich. Im Laufe des Jahres 2020 kommt das Gratis-Abo Stadia Base dazu. Die Unterschiede und Eigenschaften ⇨ findest du in diesem Beitrag.
  • Bandbreite: Deine Internetleitung sollte mindestens 10 Mbit/s liefern. Damit ist eine 720p-Auflösung möglich. Für 1080p sind 25 Mbit/s (DSL 25) nötig, ab 35 Mbit/s läuft Stadia in 4K-Auflösung. Um diese zu erleben, benötigst du natürlich einen Monitor bzw. Fernseher mit 4K.
  • Performance: Stadia soll bei allen Auflösungen immer mit 60 FPS laufen.
  • Plattformen / Geräte: Stadia soll auf allen Endgeräten laufen, diese Eigenschaft macht fortschrittliches Cloud Gaming schließlich aus. Abhängig davon, welche Geräte du besitzt, gibt es allerdings einige Dinge zu beachten, darunter auch entscheidende Einschränkungen. Alles Wissenswerte dazu gibt es unter ⇨ diesem Link.
  • Crossplay: Google arbeitet nach eigenen Angaben daran, Stadia-Spieler online mit Spielern anderer Dienste zusammen zu bringen. Denkbar sind PC-Clients wie Steam oder auch Konsolen-Netzwerke wie PlayStation Live. Konkrete Infos dazu, welche Anbieter mitspielen, stehen aber noch aus.

Zusammen mit den weiterführenden Links weißt du damit so ziemlich alles, was es über Stadia (zu diesem Zeitpunkt) zu wissen gibt.

Darum könnte Stadia so wichtig sein

Das Besondere an Stadia ist, dass die Gaming Cloud wirklich hochwertige Spiele beinhaltet. Welterfolge wie Assassin’s Creed: Odyssey oder kommende Hits wie Cyberpunk 2077 benötigten bis dato immer starke Hardware, aber mit Stadia soll das der Vergangenheit angehören. Mit technisch einfachen Browsergames oder Social-Media-Games, die es seit vielen Jahren gibt, hat Stadia nichts zu tun.

Stadia als Wachstumsbeschleuniger für den Markt?

Für die Gaming-Branche könnte das einen extremen Wachstumsschub bedeuten, ähnlich wie mit dem Game Boy vor vielen Jahrzehnten oder nach dem ersten iPhone 2009, als Mobile Gaming plötzlich die Welt eroberte.

Laut Googles Plänen soll Stadia sogar einen noch größeren Effekt haben. Dass Spieler keine spezielle Gaming-Hardware mehr benötigen, soll dabei der Schlüsselfaktor sein, da dadurch plötzlich die wichtigste Einstiegshürde nicht mehr existiert. Menschen, die an Gaming bis jetzt nur am Rande (oder gar nicht) interessiert waren, können dank Cloud Gaming spontan ausprobieren, ob es nicht doch Spaß macht – in vielen Fällen lässt sich das Ergebnis vorhersehen.

Milliarden Gamer: Vision oder Wunschtraum?

Google beziffert seine Zielgruppe deswegen nicht auf hunderte Millionen, sondern auf mehrere Milliarden Menschen. Schnelles Breitbandinternet ist dabei der alles entscheidende Faktor. Aber selbst in Deutschland gibt es noch großen Aufholbedarf: Großstädte sind zwar inzwischen einigermaßen schnell mit dem Netz verbunden, außerhalb sieht das schnell anders aus.

Der Ausbau in schwachen Regionen könnte durch den Bedarf, den eine Plattform wie Stadia schafft, beschleunigt werden. Das gilt insbesondere für die Länder der Dritten Welt, die teils noch vollständig offline sind.

Zumindest ist das eine der vielen optimistischen Theorien von Google und Co. Die Folgen würden dann über Gaming hinausgehen, da die Teilnehmerzahl der digitalen Welt insgesamt stark wachsen würde.

Weitere Spekulationen erübrigen sich erst einmal, bis Stadia gestartet ist und erste Analysen vorliegen. Im November geht es los und man darf gespannt sein, wie die erste Gaming-Cloud dieses Niveaus beim Publikum ankommt.

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